Die LUTHERKIRCHE

Lutherkirche hintere Seitenansicht

Die Lutherkirche ist die Pfarrkirche der Luthergemeinde Bruchsal, mitten im Herzen der Stadt.
Der im frühchristlichen Stil einer Basilika gehaltene, langgestreckte Hallenbau mit flacher Holzdecke ist das von Architekt Gerstung konzipierte erste eigene Gotteshaus der evangelischen Christen in der Bruchsaler Kernstadt. Es wurde 1936 fertig gestellt. Der campanileartige, fünf Glocken tragende Turm ist knapp 40m hoch.

Nach ihrer Zerstörung in Folge eines schweren Luftangriffes am 1. März 1945 wurde die
Lutherkirche in den ersten Nachkriegsjahren unter großen Opfern allmählich wieder aufgebaut
und konnte schließlich 1950 wieder eingeweiht werden.
Das von dem Karlsruher Kunstmaler Carl Vocke geschaffene, ca. 110qm große Altarbild ist eine Darstellung des auferstandenen Christus.
Die von der Orgelbaufirma Steinmeyer in Oettingen gebaute elektropneumatische Orgel der Lutherkirche zählt zu den größten und bedeutensten Instrumenten ihrer Art in Nordbaden.
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Kirche von der Stadtgrabenstraße aus gesehen

 
Adresse
Lutherkirche
Luisenstraße 1
76646 Bruchsal

Lage
Die Lutherkirche befindet sich an der Ecke Martin-Luther-Straße, schräg gegenüber von der Post.

>> Wegweiser

 

Die Glocken

Das Martinshorn der Feuerwehr lässt erschrecken, der Lärm der Autos und die immerwährende Kaufhausmusik betäuben inhaltslos die Ohren... – der Glockenklang aber lädt ein zur Besinnung und zum Gebet.

Kirchenglocken sind „Verkünder“ der christlichen Auferstehungsbotschaft. Sie rufen zum Gottesdienst, erklingen beim Abendmahl und ermöglichen allen, die nicht (mehr) am Gottesdienst teilnehmen können, das gemeinsame Beten des Vaterunsers.

Das Stundengeläut der Glocken erinnert daran, dass unsere Lebenszeit begrenzt ist, aber versichert, uns, dass unsere Zeit fest in Gottes Händen steht.

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Christusglocke

Die Glocken der Lutherkirche wurden am 2. Advent 1949 geweiht. Seither sind fünf Glocken einzeln und gemeinsam zu hören.

„Jesus Christus gestern, heute und derselbe auch in Ewigkeit.“

ist auf der Vorderseite der größten Glocke, der Christus-Glocke zu lesen. Sie erklingt nur an Christusfesten (zu Weihnachts-, Oster- und Abendmahlsgottesdiensten).

Auf der Glocke ist ein Kreuz mit Krone zu sehen. Mit dieser Glocke soll, ganz nach ihrer Aufschrift, über dieStadt erschallen:

„O Land, Land,

Land, höre des HERRN Wort“

(Jeremia 22,29)

Die zweitgrößte Glocke ist die Lutherglocke, welche mit der Lutherrose, dem Wappen der Familie Luther, verziert ist. Von der Inschrift „Ein feste Burg ist unser Gott!“ geprägt, ist sie die Glocke der Zuversicht und erklingt zusammen mit der dritten und vierten Glocke zu Gottesdiensten, Andachten und Beerdigungen.

Die dritte Glocke ermahnt ihrer Inschrift gemäß zum Frieden:

„Christus ist unser Friede!“

und erinnert an den, der allein wirklichen Frieden mit den Menschen und Gott schenken kann und bittet mit der Inschrift des oberen Randes:

„Verleih uns Frieden gnädiglich“.

Lutherglocke
 

 

Lutherkirche hintere Seitenansicht

 

 

 

 

 

 

 

 

(Dieser Text erschien erstmals im Gemeindebrief Ostern 2008. Der Einleitungssatz stammt aus dem Gemeindebrief Sommer 2013. Fotos: Markus Wittig)

Schmuck und Inschrift der Gebetsglocke sind betende Hände und Jesu Worte: „Wachet und betet“.

So ruft diese Glocke auf zum Gebet und erklingt beim Vorläuten, bei Einsegnungen, bei den Einsetzungsworten, sowie täglich um 12.00 und um 19.00 Uhr.

Die kleinste Glocke ist die Taufglocke. Auf ihr sind eine Taufschale und eine herabfliegende Taube abgebildet. Ihr Geläut erklingt, wenn jemand getauft wird, erinnert zugleich an die eigene Taufe und versichert:

„Wer da glaubt und getauft ist, der wird selig.“

Deshalb sind Glocken Ausdruck unseres christlichen Glaubens, und nicht wegzudenken aus unserem Alltag, in den hinein sie immer wieder die Hoffnungsbotschaft anklingen lassen.

Mit Glöckchen wie dieser (5 cm Durchmesser, 5,50 cm hoch) wurde Ende der 1940er Jahre um Spenden für die neuen Glocken geworben.

Foto Zimmermann.

Werbeglocke 1940er Jahre